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Die Braunschweiger Burschenschaft Germania Zirkel
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Unsere Geschichte

Vom Kaiserreich bis zum Ersten Weltkrieg

Der glückliche Ausgang des Krieges gegen Frankreich brachte für Deutschland einen ungeheuren wirtschaftlichen Aufschwung und die einst so bedrückenden Berufsaussichten waren für die technischen Studenten mit einem Schlage verändert worden.

Doch der Rausch der Nachkriegsjahre führte zu einer laxen Lebensauffassung unter den Studenten, die sich auch in unserem Bund ausbreitete. So kam es, dass im Sommersemester 1873 einige Burschen austraten und im folgenden Semester die Burschenschaft Alemannia gründeten. Und schon kurz darauf im Wintersemester 1875/76 gab es Bestrebungen, unseren Bund in ein Corps umzuwandeln, da viele der Ansicht waren, daß die Ziele der Burschenschaft mit der Reichsgründung 1871 erreicht seien. Im Sommer wurde dann tatsächlich die Burschenschaft Germania in das Corps Germano-Brunsviga umgewandelt.

Nur die Bundesbrüder Alsleben und Hasenbalg wirkten dieser Entwicklung entgegen und gründeten die Kampfburschenschaft Cheruskia, in der sie die burschenschaftliche Idee der Germania weiterführten. So geschah es, dass im Sommer 1877 die Alten Herren der Germania diese beiden baten, die Germania mit den alten Farben schwarz- rot-gold aber roter Mütze, wie wir sie bis heute tragen, wieder aufzutun.

Die folgenden Jahre vergingen recht sorglos und die Einigung der technischen Burschenschaften nahm eine konkrete Form an, die ihren ersten Höhepunkt im Jahre 1889 mit der Gründung des Niederwald- Deputierten- Conventes erreichte. Nach Auflösung des NDC wurde 1900 als neuer Verband technischer Burschenschaften der Rüdesheimer-DC ins Leben gerufen.

In den Jahren ab 1901 hatte die Idee, ein eigenes Heim für die Germania zu schaffen, in viele Köpfen Platz ergriffen, so dass bereits 1903 ein Haus vorläufig gemietet werden konnte. Bereits 1910 wurde dann der Beschluss gefasst, ein eigenes Haus zu bauen, nachdem der Mietvertrag des alten Hauses nicht verlängert werden konnte. Nach nur 4 Jahren war das Geld für einen Neubau zusammen, so dass das neue Germanenheim am 16./17. Mai 1914 eingeweiht wurde und bis heute den Mittelpunkt unseres Bundeslebens bildet.

Einen bitteren Einschnitt in diese glückliche Zeit bildete der Erste Weltkrieg. Nachdem mit 27 Bundesbrüdern der Großteil der Aktivitas begeistert in den Krieg gezogen war, kam das Bundesleben vor Ort nahezu zum Erliegen. Doch der schwerste Schlag für die Germania war es, daß 25 unserer Bundesbrüder nicht aus dem Felde zurückkehrten und die unbeschwerte Zeit fröhlichen Germanenlebens damit untergegangen war.



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